Einsichten über Privatschulen

Frage 1: Wer kam auf die Idee, Privatschulen zu genehmigen?

„Warum gibt es eigentlich nicht nur Staatsschulen?“, mag sich so mancher fragen, der Privatschulen als eine Art Fremdkörper in einer ansonsten einheitlichen, vergleichbaren und friedlichen Schulwelt empfindet. Wie sind diese privaten „Störenfriede“ eigentliche entstanden?

Wichtig zu wissen: Den heute so selbstverständlichen monolithischen Staatsschulblock gibt es noch keine hundert Jahre. Er entstand mit der Industrialisierung und wurde keineswegs entworfen, um selbstständige Demokraten heranzubilden, sondern gefügige Staatsdiener. Mit dem Landrecht von 1794 begann in Preußen die „rechtliche Legitimation für den staatlichen Eingriff in das Schulwesen“ (Tenorth, Heinz-Elmar: Geschichte der Erziehung. Einführung in die Grundzüge ihrer neuzeitlichen Entwicklung. Weinheim: Juventa 1988/2008, S. 140). Aber noch bis 1918 (!) gab es keine allgemeine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht, die in weiten Teilen durch häuslichen Unterricht und private Institute geleistet wurde. Auch war es in all den Jahrhunderten vorher nicht so, dass ohne Staatsschule die Bildung nur für die Reichen und nur punktuell vorhanden war. Im Klassiker zu diesem Thema „Education and the State“ weist der Verfasser E. G. West nach, dass es z.B. Mitte des 19. Jahrhunderts, also um 1850, in England doppelt so viele private wie öffentliche Schulen gegeben hat und dass die Prozentzahl derer, die Lesen und Schreiben konnten, bei ca. 70% lag (West, E.G.: Education and the State. A Study in Political Economy. Indianapolis: Liberty Fund 1994/3, 1965, s. 167 ff). Bildlich gesprochen sprang der Staat demnach eher auf ein galoppierendes Pferd, als dass er das Licht der Aufklärung in das Dunkel allgemeines Unwissenheit gebracht hätte.

Unterricht in der Friedrich Wilhelm Raiffeisen-Schule Wetzlar

Bis heute ist es nicht so, dass der Staat gerade für die Armen ein erfolgreicher Schulbetreiber wäre. Ein Hauptproblem im staatlichen Schulwesen Deutschlands ist, dass bis heute die Kinder aus guten Häusern besser reüssieren und die öffentliche Schule das nicht in den Griff bekommt (vergl. PISA 2000 u.a.). In vielen Staaten der Entwicklungsländer sorgen die Bildungsinitiativen der Armen für mehr Bildungsgerechtigkeit als die tendenziell korrupten Staatsschulen. Das hat James Tooley in vielen, inzwischen international anerkannten Studien und Büchern nachgewiesen (zum Beispiel: Tooley, James: The Beautiful Tree – A Personal Journey Into How the World’s Poorest People Are Educating Themselves. Washington: Cato Inst 2009/1). In USA werden erfolglose Schulen in Armenvierteln an private Betreiber vermietet, die dann oft genug mit bewundernswertem Erfolg die Karre aus dem Dreck ziehen. Die Geringverdiener stehen dort Schlange und warten sozusagen auf Supermann, der ihnen diesen Schulwunsch erfüllt – so der Titel eines Buches „Waiting For Superman“, das beschreibt, wie aus einer Vielzahl von Anwärtern wenige durch öffentliche Losziehung ausgewählt werden (Weber, Karl (ed.): Waiting for Superman – How We Can Save America‘s Failing Public Schools. New York: PublicAffairs 2010).

In Deutschland haben wir unter Hitler leidvolle Erfahrungen hinter uns mit einem Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger zu Untertanen gemacht hatte. Die Väter des Grundgesetzes stellten deshalb obenan den Artikel der Würde des Menschen. Die Würde des Menschen liegt in seiner Freiheit und diese ist unantastbar. Auch und gerade der Staat darf sie nicht antasten. Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie – das ist der Wind, der durch das Grundgesetz weht. Der Staat garantiert Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit. Und – man höre und staune – er garantiert – gewährleistet heißt es im Gesetz – auch die Schulfreiheit. Ja, die Schulen stehen unter der Aufsicht des Staates, denn diese dürfen nicht völlig ins Kraut schießen und unvergleichbare Auswüchse hervorbringen. Doch klar heißt es: „Das Recht Privatschulen zu gründen wird gewährleistet.“ Damit ist grundgesetzlich und prinzipiell in Deutschland Schulfreiheit und Schulvielfalt gewollt. Ist ja auch klar, wenn man bedenkt, dass dieses Schulsystem freie, selbstbestimmte und demokratische Bürgerinnen und Bürger hervorbringen soll. Wenn es ein staatliches Schulmonopol gäbe, würde der staatliche Vollzug ja glatt gegen den Geist seines eigenen Grundgesetzes verstoßen. Und das können wir nicht wollen!

Antwort 1: Auf die Idee, Privatschulen zu genehmigen, kam unser Staat, nachdem er eine schlechte Erfahrung mit sich selbst gemacht hatte.

von Georg A. Pflüger

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Klassenfahrt ins Camp West

So erging es uns jedenfalls auf der nunmehr dritten Klassenfahrt unserer Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen – Schule, die wir zum wiederholten mal auf dem Camp West – Gelände des christlichen Werkes Neues Leben im Westerwald durchführten. Das Campgelände liegt mitten im Grünen und ist sehr weitläufig, daher ideal geeignet für eine Klassenfahrt. Die Kinder konnten sich frei bewegen und die vielfältigen Sport- und Freizeitangebote nutzen. Sich zwischendrin mal eine kleine Auszeit zu können, war selbstverständlich auch möglich…

Camp West Gruppenfoto Camp West Jungs Camp West Mädels

Geschlafen wurde mit 5-8 Kindern plus Erwachsener in gemütlichen kleinen Holzhütten. Ein besonderes Highlight waren die Gruppenspiele, die von einigen Mitarbeitern des Freizeitcamps durchgeführt wurden: da wurde beispielsweise Professor Aquarillos Geheimcode entschlüsselt oder per Geocaching die Geheimbotschaft der Templer herausgefunden.

Die älteren Kinder hatten bei den Teamspielen einige schwierige Aufgaben zu meistern, die sie nur als Gruppe gemeinsam lösen konnten: beispielsweise einen vollen Saftbecher auf einer großen Plane zu transportieren oder mit Holzstäben eine Brücke zu bauen, über die dann einzelne Kinder gehen konnten. Dies waren tolle Erfahrungen, die den Kindern verdeutlicht haben, dass man gemeinsam sehr viel erreichen kann.

Camp West StangenCamp West Glas mit O-Saft balancierenCamp West BrückeCamp West Minigolf

So kamen wir am Freitag-Nachmittag müde, aber glücklich über die gemeinsamen Erfahrungen wieder zu Hause an. Es war eine absolut lohnenswerte Zeit, die keiner der Kinder und auch keiner von uns Lehrern missen möchte!

von Bernd Weidemann

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schulexpert Elterninfo Juli 2014 – Neue Schulprojekte (Transkript)

SEEI Juli 2014

Georg Pflüger/ pfl (Schulleiter): Sehr herzlich willkommen zu unserer neuen Ausgabe von schulexpert Elterninfo. Wir haben heute zwei gute Nachrichten bezüglich unserer Schulprojekte. Neben mir steht Muriel Plag. Hallo Muriel!

Muriel Plag/mp (Pädagogische Leitung & Auslandskoordinatorin): Hallo Georg!

pfl: Du bist ja nicht nur Auslandskoordinatorin bei uns, sondern auch Pädagogische Leitung. Als Auslandskoordinatorin warst du kürzlich in Brooklyn, wo sich sehr erfreuliche Entwicklungen ergeben haben. Kannst du uns darüber etwas erzählen?

mp: Ja, in Brooklyn gibt es seit ungefähr zwei Jahren eine ganz starke und große Elterninitiative von vielen deutschen Eltern, die sich wünschen, dass in Brooklyn eine Deutsche Schule entsteht. Es gibt in New York State bereits eine große Deutsche Schule, eine hervorragende Schule in White Plains, aber in New York City keine. Und da sehr viele deutsche Eltern in Brooklyn und Downtown Manhattan leben, gibt es schon lange den Wunsch, eine Deutsche Schule auch in New York City zu gründen. Und mehr durch Zufall ist diese deutsche Initiative mit mir, mit uns, mit schulexpert im Februar in Kontakt gekommen. Und seitdem arbeiten wir unermüdlich Tag und Nacht und an den Wochenenden und ständig an dem Aufbau der Deutschen Schule Brooklyn. Und jetzt haben wir noch 1-2 kleine Dinge zu klären und im September wird dann tatsächlich die Schule eröffnet.

pfl: Das ist ja unglaublich! Das ist ja für eine Auslandsschule eine quasi unglaubliche Zeitspanne, in so kurzer Zeit das zu machen.

mp: Ja, wir waren letzte Woche in Brooklyn beim Schulamt. Die Dame hat uns begrüßt und unsere ganzen Papiere angeschaut, unsere schöne Broschüre und alles, was wir so hatten. Und zwar waren da die Leiterin der Initiative Frau Nagle und die stellvertretende Leiterin Frau Krabs, die schon einen deutschen Kindergarten in Brooklyn leitet, den deutschen Kindergarten Wortspiele. Wir waren also zu dritt bei der Dame. Und dann hat sie sich alles angeschaut und sagte: "Schön, hervorragend alles ausgearbeitet. Wann wollen Sie denn eröffnen? September 2015 oder 2016?" Und dann haben wir gesagt: "Nein, September 2014!" Und dann fiel sie aus allen Wolken uns meinte: "Wenn Sie das schaffen, ist das die schnellste Schulgründung, die es jemals gab." Und dann hat sie uns umarmt und geküsst und gesagt: "Welcome to Brooklyn und viel Erfolg und alles Gute weiterhin!" Das ist uns natürlich auch gelungen, weil das Konsulat unser Projekt sehr unterstützt. Und das ist sehr schön!

pfl: Schön! Herzliche Grüße nach Brooklyn. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Das ist ein tolles und spannendes Projekt.
Ja, auch hier an unserem Standort Wetzlar sind wir froh, eine gute Nachricht weitergeben zu können. Wir hatten ja seit 2010 von den Eltern diesen Wunsch: "Könnt ihr nicht das, was wir in unserem WEiSE®-Konzept so gut entwickelt haben bis Klasse 6 weitermachen bis Klasse 10. Und da haben wir ein Konzept geschrieben, da wurde uns jetzt letzten Mittwoche genehmigt vom hiesigen Schulamt. Vielen Dank an dieser Stelle auch für die gute Zusammenarbeit mit dem Schulamt. Und wir freuen uns, dass wir diesen pädagogischen Weg vor uns haben –  eine Kleinschule bis Klasse 10 aufzubauen, wo wir individualisiert und werteorientiert arbeiten. Und so sind wir sowohl in Brooklyn auf das, was die Eltern dort wollten, als auch auf das, was die Eltern bei uns als Wunsch geäußert haben, weiter als schulexpert ihr Partner in der Sorge um Ihr Kind. Und wir hoffen noch auf viele weitere Schulprojekte, die sich im Laufe der Zeit ergeben – im In- und Ausland.
Danke, für’s Zuhören und Tschüss!

mp: Tschüss!

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Ordnung ist das halbe Lernen

Gestern Nachmittag habe ich eine Bekannte besucht, um mal wieder in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Sie wohnt nebenan, kann hervorragenden Kuchen backen und hat eine achtjährige Tochter.

Als wir gerade die erste Tasse Kaffee genüsslich zu uns nahmen, kam Laila, die Tochter meiner Bekannten, aus ihrem Zimmer und setzte sich vor den Fernseher. Nach der Sendung holte sie nach einer Ermahnung ihrer Mutter den Schulranzen, legte Hefte und Bücher auf den Küchentisch und erledigte einen Teil ihrer Hausaufgaben. Nachdem ich meine zweite Tasse Kaffee beendet hatte, quengelte Laila, dass sie nicht mehr arbeiten wolle und dass sie nun mit dem Roller rausgehen wolle.

Solche und ähnliche Szenen sind vielen sicherlich bekannt und meine Bekannte und ihre Tochter hätten es bestimmt viel leichter, wenn sie folgendes beachten würden: Ordnung, ein klar strukturierter Tag mit einem festen Rhythmus und Rituale, sind das halbe Lernen!

Der feste Arbeitsplatz
Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, einen festen Arbeitsplatz zu haben, an dem sie ihre Aufgaben erledigen. Am besten ist natürlich ein eigener Schreibtisch. Wenn dieser nicht vorhanden ist, sollte ein anderer Tisch für die Aufgaben gewählt werden, und zwar immer derselbe.

Globulus am Schreibtisch Aufgeräumter Schreibtisch
Der Arbeitsplatz sollte immer aufgeräumt sein und keine unnötigen Gegenstände auf dem Tisch liegen, die das Kind ablenken. Nur die Arbeitsmaterialien, an denen gearbeitet wird, gehören auf den Schreibtisch und die nötigen Utensilien, wie zum Beispiel Mäppchen, Hefte und Bücher. Wenn die Arbeit an einem Thema oder Unterrichtsfach beendet ist, werden diese Arbeitsmaterialien wieder eingepackt und die Arbeitsmaterialien des nächsten Unterrichtsfaches aus der Schultasche herausgeholt.

Visualisieren
Außerdem ist es sinnvoll, eine Pinwand über dem Schreibtisch zu befestigen. Hier kann das Kind zum Beispiel einen Stundenplan anbringen oder Termine von Klassenarbeiten. So hat der Schüler wichtige Termine und feste Abläufe immer vor Augen.

Von leicht nach schwer
Übrigens ist es für das Kind motivierender, immer mit den leichteren Aufgaben zu beginnen- sich sozusagen warm zu laufen- und dann mit den schwierigeren weiterzumachen. So wird vermieden, dass sich bereits zu Beginn der Hausaufgaben Frust aufbaut.

Klarer Rhythmus
Ein weiterer wichtiger Punkt für gelungenes und erfolgreiches Erledigen von Aufgaben ist ein klarer Tagesrhythmus. Es hilft dem Kind genau zu wissen, zu welcher Zeit die Aufgaben erledigt werden müssen. Wichtig ist, dass der Schüler diesen Rhythmus kennt und er ein fester Bestandteil des Tages ist, der nicht täglich aufs Neue diskutiert wird.

Zum Beispiel können die Hausaufgaben täglich nach dem Mittagessen gemacht werden, oder wenn das Kind dann erst etwas Ruhe braucht, nach einer halben Stunde Ausruhen. Dabei sollten Pausen eingeplant werden. Diese umfassen einen festen Zeitraum, zum Beispiel 10 Minuten. Danach geht es mit dem nächsten Thema weiter.

Rituale
All dies kann mit kleinen Ritualen versehen werden. Zu Beginn der Arbeitszeit wird das Hausaufgabenheft auf den Tisch gelegt, die Hausaufgaben werden durchgegangen. Dann wird mit den Aufgaben begonnen.
Am Ende der Arbeitszeit geht das Kind den Stundenplan des nächsten Tages durch und packt den Schulranzen.
Bestimmte Inhalte, wie Vokabeln oder das kleine Einmaleins, können täglich am Ende oder Anfang der Arbeitszeit für 10 Minuten geübt werden.

von Muriel Plag

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KOOP Get together – Trends in Gesellschaft und Unternehmen

angeregte Unterhaltungen auf dem KOOP Get togetherMit den KOOP Events bietet die unsere Kleinschule ihren Partnern aus dem lokalen Handwerk, Handel und Wirtschaft einen Rahmen, in welchem sich gehaltvolle Vorträge und geselliges Beisammensein mischen dürfen. Nach einem herzlichen Willkommen stärkten sich die Besucher zunächst an frisch gebackenem Flammkuchen und heimischem Eselsbier.

Auf dem diesjährigen Abend nutzten die Actus GmbH und die Bieber+Marburg GmbH + Co KG, zwei langjährige Partner der Schule, die Gelegenheit, ihre Unternehmen kurz vorzustellen. Im Anschluss referierte Dr. Stephan Holthaus, Hochschuldozent an der FTH Gießen und Leiter des Instituts für Ethik und Werte zum Thema „Trends in Gesellschaft und Unternehmen“.

Dr. Holthaus im Vortrag Holthaus stellte besonders drei Trends heraus, die sowohl Betriebe als auch die Gesellschaft als Ganzes vor erhebliche Herausforderungen stellen. Die umfassende Vernetzung über das Internet macht nicht nur den heutigen Schülern Informationen leicht zugänglich. Die totale Informationsflut nötigt allerdings den Konsumenten zwischen wesentlichen und unwesentlichen Informationen unterscheiden zu können. Unsere Gesellschaft wird durch die demografische Entwicklung immer älter und immer kleiner. In einem solchen Umfeld ist eine neue Wertschätzung der Arbeitskraft, Leistung und Weisheit von alten Menschen in der deutschen Gesellschaft ein Muss. Ein weiterer Trend ist das Abhandenkommen gemeinsamer moralischer Normen. Auch im Geschäftsleben ist ein erheblicher Werteverlust zu beklagen. Den „ehrbaren Kaufmann“ alter Zeiten gibt es kaum noch. Holthaus merkt an, dass ehrbares Verhalten unternehmerischen Erfolg nicht garantiert. Dass aber einer der wichtigsten Werte auch in wirtschaftlichen Beziehungen – das Vertrauen – nur über Ehrlichkeit und Transparenz gewonnen werden kann.

Der Referent schloss mit dem Fazit, dass Deutschland sich auf einen altbekannten und bewährten Wertekanon zurückbesinnen muss. Seit Jahrhunderten ist unser Land von christlich-humanistischen Werten geprägt. Eine Rückbesinnung auf die 10 Gebote und deren Begründung über eine höhere Transzendenz – im christlichen Glauben Gott – könne wieder eine sinnvolle gemeinsame Wertebasis schaffen.

Den Abschluss des Abends bildete der ausgesprochene Dank des Schuldirektors Georg A. Pflüger für die stetige Unterstützung der Partner.

von Ilonka Sposato

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Trommelworkshop mit Amadabo Diallo

Der senegalesische Trommler Amadabo Diallo unternimmt mit den Schülern aller Klassenstufen eine akustische Reise durch afrikanische Rhythmen. Jedes Kind hält eine Djembe auf dem Schoß und folgt den Erklärungen und praktischen Übungen des Trommellehrers. Nach und nach werden die Schlagfolgen schneller und die Rhythmen schwieriger.

Während für die Erstklässler der koordinierte Einsatz von beiden Händen noch eine merkliche Herausforderung darstellt, finden die älteren Schüler schnell in die Abfolgen hinein. Alle lassen vom natürlichen Spaß am Trommeln mitreißen und am Ende versuchen sich auch die Eltern, Lehrer und Schulleiter Pflüger an den Instrumenten. Erhaschen Sie einen kleinen Einblick im folgenden Video.

von Ilonka Sposato

FWR Trommelworkshop

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FWR Elternfortbildung: Psychosomatische Störungen

trauriger JungeDie psychologische Beraterin stellte einen eindeutigen Zusammenhang von negativen Emotionen wie Trauer, Angst oder Ärger und daraus folgenden körperlichen Symptomen wie Allergien oder in der Folge auch schwereren psychosomatischen Störungen her.

An die Eltern richtete sie den Appell, ihre Kinder zu bestätigen und zu führen, sich gleichzeitig aber von einer Kultur des Neinsagens zu verabschieden. Ängste und Unsicherheiten müsse man bei sich selbst konfrontieren, da sie sich sonst auf die Kinder übertragen könnten. Man spürte der Referentin das „Herz für Kinder“, auch für schwierige Kinder, ab: „Energetische Kinder sind die Erfolgsmenschen von morgen. Die bewegen was!“

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung gab es zwei wertvolle Buchtipps zu den Themen Erziehung und psychosomatische Störungen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

1. Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens von Marshall B. Rosenberg (ISBN: 978-3873874541) 
2. Mein Körper – Barometer der Seele: Das psychosomatische Lexikon, das schon beim Lesen hilft von Jaques Martel (ISBN:978-3867310970)

von Sven Kornmann

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schulexpert Elterninfo Juni 2014 – Unsere Lehrer (Transkript)

SEEI Juni 2014

Georg Pflüger/ pfl (Schulleiter): Sehr herzlich willkommen zu unserer neuen Ausgabe von schulexpert Elterninfo. Auch im Fernunterricht wollen wir nah sein am Kind. Und das schaffen unsere Lehrkräfte. Die hatten wir kürzlich eingeladen nach Wetzlar zu einem wunderbaren Schulungs- und Begegnungstag. Und wir haben für Sie ein paar Stimmen dazu eingefangen. Sehen Sie selbst, ob das geht: Nah am Kind zu sein im Fernunterricht. Viel Spaß!

Annegret Hinder (Beratung Deutsche Fernschule/ Organisation Lehrer) führte die Interviews mit unseren Lehrern.

FRAGE 1: Was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit?

Katrin Schumacher (ks): Ich schätze, dass ich es zuhause machen kann am Computer, zu der Zeit, die ich möchte. Z.B. während meine Kinder im Kindergarten und in der Schule sind. Und ich genieße es, dann wirklich einen intensiven Kontakt zu einzelnen Schülern aufbauen zu können.

Elisabeth Kruse (ek):Ich schätze den Kontakt zu Kindern in aller Welt. Ich habe die Feststellung gemacht, dass ich tatsächlich, obwohl ich die Kinder zum großen Teil nicht kenne, einen persönlichen Kontakt aufbauen kann.

Erna Beatrice Thoma (ebt): Ich habe mir zum Ziel gesetzt, meine vier, fünf oder sechs Schweizer Schüler, persönlich kennenzulernen. Und ich habe das wirklich geschafft. Wenn die Kinder in der Schweiz sind, dann versuche ich sie zu besuchen.

Christine Herm (ch): Wir hatten Besuch von Kindern, ich hab auch schonmal eine Familie hier getroffen oder bin schon einmal hingefahren. Und auch im Urlaub sind wir schon einmal hingefahren. Und das Erstaunliche, fand ich, dass ich eigentlich nie überrascht war von den Kindern, sondern im Gegenteil das Empfinden hatte, dass wir uns schon sehr lange kennen und auch schon gut kennen.

Kruse: Was ich am schönsten fand ist, wenn von den Kindern persönliche Mitteilungen kommen. Dass ich entweder Briefe bekomme oder es ist mir auch schon passiert, dass ein Kind an Weihnachten gesagt hat: "So, und jetzt spiel ich dir noch etwas auf dem Klavier vor." Oder dass sie dann sagen: "Also gut, tschüss, Frau Kruse, bis zum nächsten Mal."

Herm: Eine Kleinigkeit, dass war ein Junge, erste Klasse, aus Honduras, der hat mir eine Tonaufnahme geschickt, die eigentlich ernsten Inhaltes war. Er las, wie ein Erstklässler liest: Frau – Mai – ist – im  – Krankenhaus. Und dann bekam er einen unglaublichen Lachanfall. Er hörte überhaupt nicht mehr auf zu Lachen. Wenn ich das höre, dann muss ich auch immer noch lachen. Er hörte dann auf und sagte: "Entschuldigung, ich musste mal kurz lachen." Und hat dann weitergelesen. Es war so drollig.

Schumacher: Ich genieße es wirklich individuell den Kindern nachgehen zu können. Mir die Zeit rauszunehmen, einzelnen Fehlern nachzuspüren und die dann hoffentlich zum Guten zu bringen, dass die Kinder dann auch aus ihren Fehlern lernen können.

Kruse: Mir ist der persönliche Kontakt, der sich herausbildet, am Anfang hat man ja wenig Ideen – und dann auch der Kontakt zu den Eltern sehr, sehr wichtig. Da ist es mir dann auch schon passiert, dass Eltern nach einer Schulempfehlung für den Zeitpunkt, wenn sie wieder nach Deutschland kommen, fragen. Ja sogar bis hin zu bestimmten Schulen, sind die empfehlenswert? Oder dann auch die Rückmeldung, wenn sie zurück gekommen sind: "Es funktioniert prima. Unsere Kinder kommen gut mit in der Schule. Und herzlichen Dank für die Fernschule!" Das ist auch schon passiert.

FRAGE 2: Was schätzen Sie aus pädagogischer Sicht besonders an dem Material?

Kruse: Es ist gut strukturiert. Es ist auch für Laien, wie Eltern sie ja nunmal sind, sehr gut nachvollziehbar. Und ich sehe ja hauptsächlich die Ergebnisse. Und ich muss sagen, im Vergleich zu der Schularbeit sind die Ergebnisse hier häufig besser.

Thoma: Ich schätze besonders im Fach Deutsch den Aufbau des Aufsatzunterrichtes, weil das ist auch für mich persönlich eine Hilfe. Der ist so gut systematisch, da kann ich mir selber für meinen Unterricht ab und zu auch mal eine Idee holen.

Herm: Ja, das kann ich auch bestätigen. Und ich schätze, dass es in Briefform ist und dass es in Lektionen unterteilt ist, die für die Kinder machbar sind. Ich schätze im Sachunterricht besonders, dass er sowohl auf die Umgebung der Kinder – also wo sie sich befinden – eingeht, als auch auf das wie es in Deutschland, der Schweiz, also hier in Mitteleuropa ist. Dass sie das auch kennenlernen, diese Zweigleisigkeit.

pfl: Ja, vielen Dank für’s Zuschauen. Wir sind weiter Ihr Partner in der Sorge um Ihr Kind im Fernunterricht und auch in unseren WEiSE®-Schulen. Tschüss!

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schulexpert Elterninfo Mai 2014 – Deutsch 4 Online (Transkript)

SEEI Mai 2014

Georg Pflüger/ pfl (Schulleiter): Sehr herzlich willkommen zu unserer neuen Ausgabe von schulexpert Elterninfo. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir Ihnen unser neues Produkt vorstellen können. Das ist in diesem Fall Deutsch Online 4. Und das bedeutet, dass die Kinder mit 20 Minuten pro Tag sämtliche Kompetenzen im Bereich Rechtschreibung und Grammatik erfüllen können. Neben mir steht Helene Wiebe. Herzlich Willkommen!

Helene Wiebe (hw): Dankeschön!

pfl: Helene, du hast diesen Kurs entwickelt. Es ist ein Onlinekurs. Machen denn die Kinder wirklich alles online?

hw: Also, die meisten Sachen schon. Es gibt aber einen Teil, weil es uns wichtig war, dass sie ihre Handschrift auch trainieren, da gibt es einen Teil mit der Wortschatzarbeit, den machen sie ganz klassisch mit der Hand auf Karteikarten.

pfl: Schön. Und wie sieht es dann online aus?

hw: Ja, es ist so, dass die Kinder sich in eine geschützte Lernumgebung begeben. Sie melden sich an und dann finden sie alles, was sie brauchen, in diesem Lernportal. Schauen wir doch einfach mal in einige Lektionen hinein.

hw: Auf der ersten Seite bekommt man einen Überblick zur aktuellen Woche, links sieht man die einzelnen Lektionen und oben die Seiten der geöffneten Lektion. Wir überspringen jetzt einige Seiten und gehen zu einer Übungsaufgabe, in der bestimmte Wörter eingetragen werden müssen. 

Ja, mir wird sofort angezeigt, wenn ich einen Fehler mache. Dann kann ich ihn korrigieren.

Wir verlassen die Lektion und öffnen eine Übung, in der Besonderheiten markiert werden sollen. Wieder sehe ich, wenn ich etwas falsch mache. Und sobald die Aufgabe komplett ist, erkenne ich auch das.

Eine andere Lektion. Wir öffnen eine weitere Übung. Hier müssen Satzbausteine richtig angeordnet werden. An einer Stelle komme ich selbst nicht weiter und deshalb lasse ich mir einen Hinweis einblenden. Oder ich wende mich direkt an die Fernschule. Über ein eingebautes Formular oder z.B. per Skype.

Wenn ich meine früheren Eingaben ansehen möchte, dann gehe ich ein paar Seiten zurück. Und mit diesem Knopf kann ich eine Übung jederzeit noch einmal machen.

Mit den verschiedenen Übungsformen sind die Kinder gut für den Test gerüstet, der alle zwei Wochen dran ist. Er wird direkt im Lernportal bearbeitet und per Knopfdruck an die Betreuungslehrerin geschickt. 

Betreuungslehrerin: Vierter Februar. Liebe Anne, ich freue mich sehr, wieder von dir zu hören. Wie geht es dir und deiner Familie? Nun hast du schon die Hälfte des Kurses geschafft. Jetzt hat für dich das zweite Halbjahr begonnen. Du bist wirklich sehr fleißig gewesen. Das freut mich!

Auch für unsere Jungs ist das erste Halbjahr nun vorbei. Letzte Woche haben sie zusammen mit 200 Kindern aus der Schule ein Musical aufgeführt. Es hat alles ganz prima geklappt. Unten siehst du ein Bild aus der letzten Szene. Gestern gab es Zeugnisse und nun geht es auch hier ohne Ferien in das zweite Halbjahr. 

Und jetzt möchte ich mit dir deinen Test besprechen…

hw: Und jetzt bekommt also das Kind einen Brief von seiner persönlichen Betreuungslehrerin und obwohl wir so viel Technik gesehen haben, ist es doch DAS was am Ende zählt und das Ganze am Leben hält. 

pfl: Und so sind unsere Lehrkräfte ausgebildete Lehrkräfte, die Zeugnisse sind staatlich zertifiziert und Sie bekommen Qualität. Danke für’s Zuschauen. Wir sind auch mit diesem Produkt Ihr Partner in der Sorge um Ihr Kind.

Danke für’s Zuschauen und bis zum nächsten Mal. Tschüss.

hw: Tschüss.

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