Internationale Schule Mittelhessen

Neuer Schulzweig geplant:

Die Internationale Schule Mittelhessen (ISMH) richtet sich an einheimische Familien und Fachkräfte aus dem Ausland. Besonders nach dem Brexit steigt die Nachfrage nach diesem Schulangebot auch in unserer Region. Das bilinguale Konzept fördert die Kinder innerhalb des deutschen und internationalen Schulsystems. In Kooperation mit dem Gymnasium Steinmühle in Marburg ist ein Angebot von Kindergarten bis zum Abitur möglich. Die ISMH wird beim Finden und Binden internationaler Fachkräfte für regionale Unternehmen eine tragende Rolle spielen.

  • Geplanter Start: Herbst 2019
  • Beginn mit Kindergarten (ab 3 Jahren) und Klasse 1, Aufbau geplant bis Kl. 6
  • Bilinguales Konzept
  • Klassenstärke: ca. 15 Kinder
  • Ab Kl. 7 Kooperation mit der ISMH Marburg (Gymnasium Steinmühle)
  • Im Dialog mit der Stadt Wetzlar, der IHK Lahn-Dill und dem Mittelhessen e.V. entwickelt.

Weitere Informationen – Anmeldung

Flyer herunterladen

Presseartikel WNZ Dezember 2017 herunterladen

Presseakartikel IHK Lahn-Dill Wirtschaft März 2018 herunterladen

Presseartikel WNZ März 2018 herunterladen

Wie es dazu kam:

Die Idee einer Internationalen Schule Mittelhessen (ISMH) führt schon seit mehreren Jahren zu diversen Überlegungen und Suchbewegungen. Kommunen, Unternehmen und Eltern wünschen eine solche Schule, weil sie die Attraktivität der Region steigern wird. Der Verein Mittelhessen e.V. hat deshalb 2014 eine explorative Umfrage zu einer „International School Middle Hesse“ in Auftrag gegeben, die im Januar 2015 von der Technischen Hochschule Mittelhessen durchgeführt wurde. Daraufhin gab es in Marburg und Wetzlar voneinander unabhängige und mit unterschiedlichen Schulen verbundene Initiativen, Pläne zu entwickeln, die schließlich vom Mittelhessen e.V. moderiert und zusammengeführt wurden. Das von der Stadt Wetzlar in Auftrag gegebene Konzept der schulexpert GmbH, Wetzlar, wurde gemeinsam mit den Ideen des Gymnasiums Steinmühle, Marburg, im Dezember 2017 der hiesigen Presse vorgestellt.

Das Konzept:

Grundidee dieses Konzeptes ist es, für das gemeinsame Anliegen – Stärkung des Wirtschaftsstandortes – eine vom Regionalmanagement koordinierte Allianz aus Schulen, Unternehmen und Kommunen zu bilden. Im Vergleich mit anderen internationalen Schulen aus Regionen wie Karlsruhe, Augsburg, Erlangen, Bremen, Dresden und Leipzig ergibt sich für Mittelhessen nach der Umfrage der THM rein rechnerisch ein Potenzial von ca. 600 Schülerinnen und Schülern. Das Angebot richtet sich dabei an Mitarbeiter/innen von internationalen Firmen, Einheimische mit internationalen Interessen und an internationale Bevölkerungsgruppen, die in Mittelhessen ansässig geworden sind oder werden wollen. Die ersten Erfahrungen in Marburg zeigen, dass die Nachfrage das Angebot weit übersteigt.

Wichtige Informationen:

  • Die ISMH ist eine Dachmarke. Darunter bergen sich betriebswirtschaftlich selbstständige, aber pädagogisch gemeinsam agierende Schulen, die bereits als Ersatzschulen vom Land Hessen anerkannt sind.
  • Nach bisheriger Planung wird es ab Herbst 2019 in Wetzlar einen internationalen Kindergarten ab 3 Jahren und eine Grundschule mit Förderstufe bis Klasse 6 geben, sowie ab Herbst 2018 in Marburg eine Grundschule mit Sek I + II. In Wetzlar soll die Jahrgangsstärke 15 Kinder betragen.
  • Für Marburg ist die tragende Schule das Landerziehungsheim Gymnasium Steinmühle (www.steinmuehle.de), für Wetzlar die Schulgenossenschaft Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule eG mit einer Grundschule und einer integrierten Gesamtschule (www.fwr-wetzlar.de).
  • Schüler der Wetzlarer Schule können nach der 6. Klasse bei Bedarf von der Marburger Schule übernommen werden. Dazu soll später nach Bedarf ein Shuttle-Service eingerichtet werden.
  • Um planerische Absicherung zu erreichen, buchen unterschiedliche Unternehmen in Marburg feste Schülerkontingente. Im Kreistag wurde im Februar 2018 darüber hinaus beschlossen, dass der Landkreis eine kommunale Ausfallbürgschaft zur Absicherung eines Baudarlehens der Marburger Schule übernimmt. Ähnliche Maßnahmen könnten auch in Wetzlar den Aufbau der Schule erleichtern.
  • Das Curriculum der Grundschule und Sekundarstufe I richtet sich nach dem hessischen Kerncurriculum, damit eine Genehmigung und Anerkennung als Ersatzschule erfolgen kann. Der Status als Ersatzschule ist Voraussetzung für die staatlichen Zuschüsse nach dem Ersatzschulfinanzierungsgesetz. Das Schulgeld kann damit unter 400.- € pro Monat bleiben.
  • Im Bericht der Kultusministerkonferenz von 2013 „Konzepte für den bilingualen Unterricht“ heißt es: „Die besondere Qualität und Effektivität des bilingualen Unterrichts ist inzwischen durch Untersuchungen belegt und anerkannt.“ Die ISMH will deutsch- und englischsprachigen Kindern in diesem Sinne ein bilinguales Umfeld anbieten.
  • Im Kindergarten sprechen die Erzieher/innen mit den deutschsprachigen Kindern Englisch, wodurch die deutschsprachigen Kinder in die neue Sprache eintauchen. Daneben gibt es jeden Tag Unterricht auf Deutsch, in dem Wortschatz, Themen etc. besprochen werden. Die Kinder, die kein Deutsch sprechen, erlernen so die Sprache und die deutschsprachigen Kinder erweitern ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksweise. Für die englisch- und deutschsprachigen Kinder gilt dabei das Prinzip des immersiven Lernens.
  • In der Grundschule werden die Sprachen Deutsch und Englisch auf muttersprachlichem Niveau unterrichtet. Daneben findet auch Unterricht Deutsch als Fremdsprache sowie Englisch als Fremdsprache statt. Dies ist notwendig, da auch Schüler aufgenommen werden, die den Kindergarten nicht besucht haben und eventuell eine der Sprachen oder sogar beide Sprachen nicht beherrschen. Ziel ist wieder die Integration in den muttersprachlichen Unterricht. Ab der 6. Klasse wird eine weitere Sprache als Fremdsprache unterrichtet, zum Beispiel Französisch oder Spanisch.
  • Die Schule wird vorrangig von deutschsprachigen und englischsprachigen Schülern besucht werden. Sicherlich wird es auch einige Schüler geben, die eine dritte Sprache als Muttersprache haben, zum Beispiel Spanisch, Koreanisch oder Chinesisch. Diese Schüler nehmen an dem Unterricht Deutsch sowie Englisch als Fremdsprache teil mit dem Ziel, in den jeweils am besten passenden Unterricht integriert werden zu können.